24 November 2010
· Alltägliches
Früh morgens (viel zu früh) mit der Strassenbahn Linie 5 auf dem Weg zum Hauptbahnhof. Es steigen Leute zu. husten einsam vor sich hin las sie Platz nehmen.
Als die Bahn dann wieder Fahrt aufnimmt sieht sich ein Fahrgast genötigt aufzustehen und den Bahnführer (Schaffner, Fahrer? Gibt es eine spezielle Bezeichnung bei Strassenbahnen?) darauf hinzuweisen daß er gerade eine Ausfahrt verpasst hätte, man hätte eben links abbiegen müssen.
Auch das Argument daß linkerhand keine Schienen wären, die Strassenbahn darob vor einer gewichtigen Herausforderung stünde, würde sie denn links abbiegen wollen verhallt beim Fahrgast wirkungslos. Schließlich läge das Ziel seiner Reise doch in eben dieser Strasse.
Ich nehme das alles schweigend zur Kenntnis, bin ich doch wahrlich der letzte, den man nach dem rechten Weg fragen sollte.

20 October 2010
· Alltägliches
Ich muss gestehen mir gehen diese ganzen Mails mit den Disclaimern ‘Von meinem iPod gesendet’ etc. tierisch auf die Nerven.
Habe deshalb beschlossen betreffenden Kollegen eine kleine handschriftliche Notiz diesbezüglich zu hinterlassen mit dem Disclaimer ‘Mit meinem Montblanc Füller geschrieben’

19 October 2010
· Alltägliches
Der Herbst zieht ins Land, die Tage werden kürzer oder die Abende länger. Je nach Standpunkt eben.
Draußen weht der Wind während drinnen die immer gleiche Gestalten ihr trostloses Dasein fristen als plötzlich, es ist kurz nach Acht Uhr abends, ein Feuerwehrwagen sein warnendes Tatütata zu uns herein trägt.
Desillusioniert sehen mein Kollege und ich dem flackernden Blaulicht nach um uns dann wieder einander zuzuwenden als plötzlich zwei Geister der gleiche Gedanke durchfährt.
Mein Kollege spricht es zu erst aus: ‘Wie klasse wäre es wenn es jetzt hier brennen würde. Dann könnten wir nach Hause gehen.’

1 August 2010
· Alltägliches
Das Schwesterkind war zu Besuch (natürlich mitsamt Mama und Papa) und wir haben die nähere Welt erkundet und uns gegenseitig weise Ratschläge erteilt.
Zunächst stand ein Besuch im Frankfurter Zoo auf der Tages Ordnung, wo die erste Enttäuschung darin bestand, daß man die Tiger nicht streicheln durfte.

Hier sind wir gerade dabei die Krokodile (nicht im Bild) zu begutachten. Es wurden vom Schwesterkind erhebliche Zweifel an der Authentizität der Krokodile laut, da sich diese nicht bewegten. Eine vorgeschlagene Validierung derselben scheiterte an einem zur Verfügung stehenden Stock mit dem man diese dann hätte stupsen können.
Es wurden Theorien aufgestellt inwiefern sich Krokodile wohl als Reittiere eignen mögen.

Die Fütterung der Seelöwen führte zu Assoziationen zur Fütterung von Enten die durch das Schwesterkind im heimischen Stadtpark schon durchgeführte wurde. Mir wurde glaubhaft versichert daß dies bei den Enten ebenfalls analog zu den Seelöwen zur Durchführung diverser Kunststücke geführt hat.
Zur allgemeinen Enttäuschung führte der Frankfurter Zoo keine Elefanten, was als relativ bitter zu betrachten ist. Jeder Zoo der etwas auf sich hält sollte Elefanten im Programm haben.
Meiner durchaus authentischen Versicherung, daß es hier grundsätzlich Elefanten gäbe, diese aber während der Sommermonate zur Erholung in Spanien weilten, wurde allenthalben kein Glaube geschenkt.

Am Ende wurde mir dann vom Schwesterkind noch erläutert, daß ich meine besten Zeiten wohl schon hinter mir hätte. Dennoch: Ich mag den kleinen Grashüpfer wirklich sehr, sehr gerne.
