Archive for July, 2005

Womit man sich so richtig den Tag versauen kann

In der heutigen Folge: Ich check mal noch schnell meine Mails aus dem Büro…

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Gegenwärtige Befindlichkeit

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Sonderangebot zum Wahlkampf

So, nun ist es also soweit: Der Bundespräsident hat nun also ganz offiziell den Wahlkampf eingeläutet. Das ist ganz gut so, es gibt dieses Jahr sowieso nichts Unterhaltsames mehr. Unser aller Renn-Kinn Schuhmacher hat die Formel-1 ohnehin schon verloren, Jan Ullrich hat gegen Lance Armstrong erneut den kürzeren gezogen weil er (glaubt man den allgemeinen Stimmen) mal wieder den Speck vom letzten Weihnachten im Juli noch durch Frankreich fährt und die Mini-WM ist auch schon vorbei.

Da trifft es sich doch ganz gut, daß vor der richtigen WM noch schnell so ein Wahlkampf daherkommt. Daß bringt dem durschschnittlichen Bundesbürger vor Weihnachten noch schnell ein wenig Zerstreuung und er kann sich wieder schön über “die da oben” aufregen, wer immer die auch sein mögen.

Für die wahlkämpfende Politikerschaft ist das natürlich weniger schön, kommt doch jetzt diese Phase in der man sich richtig bemühen muß etwas früher als geplant. Und dann auch noch mitten im Sommer, wo man doch so schön mit einem handlichen 5-Liter-Kanister Rotwein in der Toskana abhängen könnte.

Statt dessen muß Herr Schröder jetzt wieder durch Flutgebiete in der Provinz stiefeln (hoffetlich fängt’s bald an zu regnen), Der Außen-Fischer muß wieder mit Joggen anfangen und Frau Merkel muß sich wieder denen zuwenden, die sie eigentlich lieber vergessen würde: den Ossis.

Darüber hinaus macht so ein Wahlkampf nicht nur Mühe sondern kostet auch noch Geld. Guido muß sein Wohnmobil nochmal auftanken, Frau Merkel noch schnell mal zum Friseur und Herr Stoiber muß sich noch die ganzen Ratgeber wie “Rhetorik außerhalb von Bayern” zulegen. Das ist nicht billig.

Deshalb habe ich beschlossen der allgemeinen gesellschaftlichen Kommerzialisierung zu folgen und mache Ihnen als wahlkämpfendem Politiker ein einmaliges Angebot: Kaufen Sie meine Stimme!

Sehen wir die Fakten doch einmal nüchtern: Ich bin einer von den unberechenbaren Wechselwählern, einer von denen die sich nie richtig festlegen können, obwohl ich noch nie die Partei gewählt habe, die nicht die SPD ist. Und hinterher habe ich mich dann doch wieder darüber geärgert.

Und Sie als Politiker können und wollen ja auch nicht viel verändern. Zum einen sind die Handlungsmöglichkeiten, die man heute so hat ja sehr eingeschränkt, weil es hängt ja alles irgendwie am Geld und das hat keiner mehr und die die es noch haben drohen damit ins Ausland zu gehen.

Aus dem Verkauf meiner Stimme ziehen wir also letzendlich beide Vorteile. Ich muß mich hinterher nicht mehr über die Partei ärgern, die ich gewählt habe, denn ich bin ja dann schon ordentlich bezahlt worden. Und Sie als Politiker müßen keine versprechen machen, die Sie nicht halten können/wollen wie etwa blühende Landschaften oder die Senkung der Arbeitslosigkeit.

Irgendein ewig-Gestriger wird dann wieder ausgraben was Sie vor drei Jahren mal gesagt haben. Das ist doch auch wirklich unangenehm und unfair Ihnen gegenüber oder?

Was das Finanzielle angeht so möchte ich mich da noch nicht so genau festlegen. Ich stelle mir da eher so eine Art Auktion vor, bei der Sie mit Ihren Mitstreitern bieten wie bei einer Auktion (eigentlich würde ich das Ganze ja gerne bei ebay einstellen aber die Weicheier dort haben kein Rückgrat bei so etwas).

Eigentlich bin ich auch nicht so sehr auf Monetäres festgelegt, seien Sie ein wenig kreativ, wenn Sie mir Ihre Angebote machen. Ich könnte mir auch ganz gut ein Häuschen zur Sommerfrische an der portugiesischen Küste vorstellen, die sollen schon einigermaßen preisgünstig zu bekommen sein. Oder auch etwas mit mehr Gestaltungscharakter, ich würde mich ebenfalls über einen Posten als Berater zum Ausbau der deutschen Comic-Kultur freuen oder als Staatssekretär für angewandten Blödsinn, falls Sie da nicht schon jemanden aus Ihren eigenen Reihen haben. Ich weiß, Sie haben in diesem Bereich ja auch sehr qualifizerte Leute.

Wovon ich Sie bitte abzusehen sind eindeutig sexuelle Angebote (es sei denn Sie sind von der FDP, ihr Name ist nicht Westerwelle und Sie sind trotzdem weiblich. Legen Sie ihrem Angebot bitte dennoch prophylaktisch ein Photo bei, danke.)

Ihre Angebote schicken Sie bitte mit dem Betreff “Ich kaufe Ihre Stimme zur Wahl 2005″ an biondetto “äd” gmail punkt com. Oder posten Sie Ihr Angebot unten in die Kommentare aber bewahren Sie dabei bitte Sitte und Anstand. (Ich weiß, das fällt Ihnen als Politiker besonders schwer. Geben Sie sich bitte trotzdem Mühe.)

Wenn Ihr Angebot hoch genug ausfällt werde ich mich öffentlich (in Bars oder an der Kasse im Supermarkt) auch noch zu Ihren Gunsten gegen meine persönliche Überzeugung oder auch wider besseren Wissens zu einem Thema nach Ihrem Gutdünken äußern. Da bin ich ganz Profi.

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The world according to fools

In Büros wird ja gerne die eine oder andere Mail mit lustigen Inhalten verschickt. In vielen Fällen handelt es sich dabei um lustige kleine Filmchen in denen Leute auf sehr komische Weise zu Schaden kommen oder etwas zotige Witze über deren Gehalt von Humor sich streiten lässt.

Gelegentlich kommen aber wirklich sehr komische Sachen dabei herum wie diese Weltkarte der Vorurteile und Klischees die mir gestern vom Kollegen M. zugeschickt wurde. “There’s nothing more exhilarating than pointing out the shortcomings of others, is there?” wie es Randal Graves in Clerks ausdrückt.

Sehr schön die einzelnen Einträge zu den jeweiligen Ländern wie z.B. Deutschland “All Germans are obviously Nazis, just like the pope and Albert Einstein….Has the thinnest book in the world. (1000 years of german Humor)” oder der Eintrag zu England “The country is so overcrowded that we’re practically tripping over each other, that’s why we know your friend in London, and if you go to Liverpool you’ll meet the Queen.”

Den besten Eintrag hat aber wie ich finde Japan: “Tokyo Tower gets destroyed approximately three times every five years. This is not always Godzilla’s fault.”

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