Selbsthaßwochen bei McScrewtape’s
Es ist kein Geheimnis, daß ich so meine Schwierigkeiten mit anderen Leuten habe. People just ain’t no good, um es mal wieder mit Nick Cave zu sagen. Doch von Zeit zu Zeit trifft es einen selbst wie ein Blitzschlag, daß man selbst auch nur einer davon ist und das kann einen dann schon in tiefe Depressionen stürzen.
Doch der Selbsthaß, der mich dieser Tage überkommt ist mittlerweile gar nicht mehr in Worte zu fassen. Man schwankt ständig zwischen der Versuchung zur Selbstverstümmelung und dem Wunsch sich in ein tiefes dunkles Loch zu verkriechen.
Und man stellt sich ständig die Frage: Wie konnte es soweit kommen. Ich schlurfe über die Weihnachtsmärkte, rieche die Lebkuchen, sehe die leuchtenden Kinderaugen und denke mir, daß ich wohl auch mal zu diesen Kindern mit den leuchtenden Augen gehört habe. Aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern wann das war.
Ich sehe die Leute, die Glühwein trinken, Pärchen, die Hände halten, zusamen lachen und gemeinsam die Weihnachtsdekoration kaufen und ich spüre nur, daß ich nicht dazu gehöre und vermutlich niemals dazu gehören werde. Man beginnt langsam ein Gefühl dafür zu entwickeln, weshalb sich so viele Leute um diese Jahreszeit umbringen.
Was aber so richtig nervt ist, daß sich das Ganze nicht in Gleichgültigkeit oder wenigsten Abneigung oder Zynismus manifestiert sondern in diesem elenden, grenzenlosen Selbsthaß und der Unfähigkeit die Ursachen zu ändern.
Gibt es da kein Mittel dagegen? Kann man das vielleicht irgendwie wegoperieren lassen?







