Archive for November, 2007

Älter-Werden-Tag

Einen herzlichen Dank an alle, die mir zu dem Älter-Werden-Tag geschrieben haben. Ich wundere mich immer wieder warum mir manche Leute schreiben, Leute, die hier auch noch vorbei schauen, wenn ich schon längere Zeit nichts mehr geschrieben habe. Ich meine ich verlieremanchmal ja schon selbst das Interesse an mir.

Es wäre gelogen zu sagen, es geht mir gut derzeit. Aber ich halte mich, ich gebe mir Mühe. Irgendwie überstehe ich auch diese dunkle Phase wieder.

Dem Älter-Werden-Tag habe ich dieses Jahr versucht zu entfliehen, in dem ich für ein paar Tage außer Landes gereist bin. Den Tag selbst habe ich größtenteils an einem meiner liebsten Orte in der ganzen Welt verbracht, dem British Museum und dort widerum die meiste Zeit in meinem liebsten Raum, der “King’s Library”.

Es handelt sich dabei um einen Raum, der ursprünglich die Bücher von George III. (Mad King George) beheimatet hat und der im Stil des 19. Jahrhunderts recht authentisch restauriert wurde. Außer einem Teil der Bücher (der überwiegende Teil ist inzwischen in die British Library umgezogen) beherbergt der Raum Artefakte, mit denen sich die Wissenschaftler der damaligen Zeit beschäftigt hatten. Auf den ersten Blick ist es ein wildes Sammelsurium, auch wenn eine gewisse Ordnung erkennbar ist. Aber jedem Kurator müssen sich vermutlich die Nackenhaare aufstellen, bei dem Gedanken Artefakte zur Anthropologie, Archäologie oder Astronomie in einem Raum auszustellen.

Doch der Zweck des Raumes ist nicht die Forschungen eines bestimmten wissenschaftlichen Zweiges zu dokumentieren. Aus meiner Sicht wird mit dem Raum der Geist des Wissens selbst vermittelt. Es herscht ein schwer beschreibbare Atmosphäre, die den Hunger nach Wissen auf den Besucher überträgt.

Das 19. Jarhundert in England war eine Zeit in der die Wissenschaften erblühten. Darwin beschrieb die Entstehung der Arten, Archäologen entdeckten die Antike neu, Ingenieure entwickelten Dampfmaschinen und neuartige Navigationsinstrumente. Allerorts wurde der Segen des Fortschritts gepriesen und Dinge die uns heute trivial und unbedeutend erschienen als große Erungenschaften gefeiert.

Die Menschen blickten positiv auf ihre Umwelt und wollten sie verstehen. In der Zukunft schien alles möglich (wenn man nicht gerade eine Figur aus einer Charles Dickens Erzählung war).

Es war eine Zeit in der ich vermutlich gerne gelebt hätte.

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Lange nicht gesehen

Was treibst du denn so?

Ach, dies und jenes. Ich halte mich. Nehme meine Pillen und frühstücke ordentlich.

Und geht es dir gut?

Sicher…………………
Naja, ich hab Schmerzen. In den Knochen, im Rücken.
In der Brust.
………………….
Kopfschmerzen. Ich schlafe schlecht. Wache oft auf nachts.

Das wird schon wieder. Du, ich muss weiter.

Bis dann. Ich geb’ mir Mühe.

Nächste Woche ein Jahr mehr.

Fühlt sich an wie tausend.

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