31 October 2008
· Alltägliches
Täglich komme ich auf dem Weg zur Arbeit am Darmstädter Strassenstrich vorbei. Die Linie K, die ich vom Luisenplatz aus nehme führt direkt daran vorbei. Und an sich ist es ja schon lächerlich daß eine Stadt wie Darmstadt einen Strassenstrich hat.
Und ich denke mir manchmal, daß mir manche der Frauen die da stehen extrem leid tun. Sowas möchte man eigentlich keinem menschlichen Wese zumuten müssen, seinen eigenen Körper in einer derart trostlosen Gegend anbieten zu müssen. Obwohl ich grundsätzlich nichts gegen Prostitution einzuwenden habe. Ich denke manche der Damen aus dem Gewerbe wissen schon was sie da tun.
Die Huren vom Strassenstrich aber tun mir jetzt besonders leid. Nicht nur dass sie da in einer ästhetisch zurückhaltenden Gegend rumstehen müssen, mit ihrer klischeehaften Kleidung sind sie witterungsbedingt auch äußerst unvorteilhaft gekleidet und ich denke mir immer, die armen Dinger, die müssen doch frieren.
Vielleicht sollte ich ihnen mal heissen Tee vorbei bringen.

27 October 2008
· Alltägliches
Gott, wie ich mir wünschte es gäbe eine neue RAF oder so was ähnliches. Nicht dass ich mich jetzt plötzlich mit ihren politischen Zielen identifizieren könnte oder gar jemandem den Tod wünschte. Weit gefehlt. Aber irgendwie habe ich aus heutiger Sicht den Eindruck die Zeit damals wäre interessanter gewesen.
Die Langeweile, Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit die die heutige Gesellschaft ausstrahlt bereitet mir schon beinahe körperliche Schmerzen. Ich meine da geht die Welt ein klein wenig unter, die Wirtschaft fährt fast komplett gegen die Wand und in Bayern darf die CSU nicht mehr alleine machen was sie will und dennoch habe ich irgendwie das Gefühl es würde alles überhaupt nichts bedeuten.
Wie gut hatten wir es doch noch früher, als sich die Menschen auf die Schenkel geklopft haben und gesagt haben: In was für einer interessanten Zeit leben wir doch.
Vielleicht muß ich auch einfach nur mal wieder vor die Tür.

7 October 2008
· Alltägliches
Wäre ich ein richtiger Schreiber, dann müsste ich derzeit sagen daß ich eine Schreibblockade habe. Daß mir einfach nichts einfällt worüber zu schreiben. Daß es vielleicht an einer der vier verschiedenen Pillen liegt die ich täglich einnehme.
Vielleicht läge es auch daran, daß es einfach nichts Interessantes gibt worüber zu schreiben Wert wäre (was nicht stimmen würde). Möglicherweise würde es auch daran liegen, daß ich nicht wirklich schreiben könnte und die Blockade der Normalzustand wäre während hingegen die vermeintlich kreativen Phasen eher eine Sinnestäuschung gewesen wären.
Wäre ich so eine richtig coole Sau, wie die Coen-Brüder, dann würde ich eine Geschichte darüber schreiben wie ich eine Schreibblockade hätte und dann Preise dafür bekommen.
So aber ist es wie es ist. Ich bin nur ein einfacher Arbeiter im vierten Kreis der Hölle, verdammt zu sinnloser Arbeit und daß mir nix zu schreiben einfällt macht überhaupt keinen Unterschied.
Damit muss man nunmal leben.
