Archive for December, 2008

Feiertage

Es ist wieder soweit. Alles ist erledigt, was erledigt sein muss, das Schwesterkind wurde beschenkt, Einkäufe erledigt und die Tür ist ins Schloss gefallen und wird sich in den nächsten Tagen nicht mehr öffnen. Ich ziehe mich mit Single Malt und Buch auf das Sofa zurück und hoffe die Zeit streicht vorbei.

Wieder ein Jahr ohne daß Wünsche in Erfüllung gegangen wären. Nächstes Jahr soll das Jahr der Veränderung sein. Hoffentlich, ich spüre nämlich daß mir sonst nicht mehr viel Zeit bleibt.

Ich wünsche allen da draußen ein Frohes. Lassen Sie es sich gut gehen.

Und hier im festlichen Sinne der Feiertage die Pogues:

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Das Weihnachtsschwein

Es ist wieder die Zeit im Jahr, in der man alles ein wenig ruhiger angehen möchte und sich mit einer sentimentalen Geschichte zurückziehen möchte. Für alle Leute, die sentimentale Geschichten mögen ist “Das Weihnachtsschwein” von Kinky Friedman genau das Richtige.

Es ist noch knapp ein Monat bis Weihnachten und der König muß unbedingt einen Künstler beauftragen das alljährliche Bild der Krippenszene zu malen. Dummerweise wurden alle Künstler auf dem Scheiterhaufen verbrannt (bis auf die paar, die verhungert sind). Da kommt der Berater des Königs auf die Idee das Bild von einem Jungen zu malen lassen, der zwar noch nie in seinem Leben ein Wort gesprochen hat aber maln konnte wie kein anderer.

Der Junge, der in einem Dorf an der Nordküste lebt, trägt den Namen Banjamin und der König schickte seine Ritter zu ihm aus. Trotz des Widerstands seiner Zieheltern reist Benjamin schließlich in Begleitung der Gesandten des Königs und seines Pflegevaters zum Hof des Königs. Die Ereignisse am Hof des Königs lassen seinen Berater verzweifeln, letztendlich kehrt der Junge zurück in sein Dorf an der Nordküste und beginnt dort die Krippenszene zu malen.

Und während er malt kommt das Schwein Valerie hinzu und zum ersten mal spricht der Junge mit einem anderen Wesen und erlebt richtige Freundschaft. Doch die Freundschaft wird schon bald auf eine schwere Belastungsprobe gestellt, als Valerie möchte, daß sie ebenfalls mti den anderen Tieren auf dem Krippenbild dargestellt wird. Doch jeder weiß schließlich was für unreine Tiere Schweine sind und es wäre ja Blasphemie ein derartiges Tier in der Krippenszene darzustellen. Und es bahnen sich weitere Ereignisse an, die die Freundschaft von Benjamin und Valerie auf eine schwere Belastungsprobe stellen.

“Das Weihnachtsschwein” ist eine andere Art von Weihnachtsgeschichte, die klassische Klischees aufgreift, übertreibt und wieder zerstört. Der humorvolle Stil von Kinky Friedman trägt dazu bei daß sich die Geschichte selbst nicht zu Ernst nimmt und gleichzeitig nie ins lächerliche gezogen wird.

Am Ende bleibt man mit einer erlösenden Traurigkeit und Freude zugleich zurück, die selbst Charles Dickens nicht besser hinbekommen hätte. All denen, die sich für den sentimentalen Geist der Weihnachtszeit begeistern können sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.

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